Wer sich mit Backlinks und Off-Page-SEO beschäftigt, stößt unweigerlich auf zwei Begriffe: Dofollow und Nofollow. Der Unterschied zwischen diesen beiden Link-Attributen entscheidet darüber, ob ein externer Verweis tatsächlich zur Sichtbarkeit Ihrer Website beiträgt – oder nicht. HEEY aus Wiesbaden erklärt, was hinter den Attributen steckt, wie Sie sie strategisch einsetzen und welche Fehler selbst erfahrene Website-Betreiber im Rhein-Main-Gebiet immer wieder machen.
Was bedeuten Dofollow und Nofollow überhaupt?
Ein Dofollow-Link ist technisch gesehen der Standard: Wenn Sie einen Link setzen und kein besonderes Attribut hinzufügen, folgt Google dem Link und überträgt einen Teil der sogenannten Linkpower – auch als PageRank oder Link Equity bezeichnet – an die verlinkte Seite. Das bedeutet: Verlinkt ein Frankfurter Branchenportal Ihre Wiesbadener Unternehmensseite ohne rel-Attribut, wertet Google diesen Verweis als Empfehlung und berücksichtigt ihn bei der Bewertung Ihrer Domain.
Ein Nofollow-Link hingegen trägt das Attribut rel="nofollow" im HTML-Code. Damit signalisiert der verlinkende Website-Betreiber an Suchmaschinen: „Ich verweise hier zwar auf diese Seite, möchte aber keine Bewertung weitergeben.“ Google behandelt Nofollow-Links seit 2019 als Hinweis, nicht mehr als strikte Anweisung – das heißt, in manchen Fällen kann auch ein Nofollow-Link indirekt Einfluss haben, etwa wenn Google den Kontext als relevant einstuft.
Für die Praxis ist die Unterscheidung dennoch weiterhin wichtig: Dofollow-Links sind in der Regel wertvoller für den Linkaufbau, während Nofollow-Links vor allem für Transparenz und natürliche Linkprofile sorgen.
Die technische Umsetzung: So sehen die Attribute im Code aus
Im HTML-Quellcode ist der Unterschied minimal, aber entscheidend. Ein normaler Dofollow-Link sieht so aus: <a href="https://ihre-domain.de">Ankertext</a>. Kein zusätzliches Attribut – Google folgt dem Link automatisch. Ein Nofollow-Link hingegen lautet: <a href="https://ihre-domain.de" rel="nofollow">Ankertext</a>.
Seit September 2019 hat Google zwei weitere Attribute eingeführt, die eine präzisere Kennzeichnung ermöglichen: rel="sponsored" für bezahlte Links oder Werbepartnerschaften und rel="ugc" (User Generated Content) für Links in Kommentaren, Foren oder Bewertungsportalen. Diese Attribute können auch kombiniert werden, etwa rel="nofollow ugc". Wer als Wiesbadener Unternehmen auf einem lokalen Stadtforum wie einem Mainz-Kastel- oder Biebrich-Nachbarschaftsportal verlinkt wird, sollte prüfen, welches Attribut der Betreiber setzt – das beeinflusst den SEO-Wert des Links direkt.
Wann sind Nofollow-Links trotzdem wertvoll?
Ein weit verbreiteter Irrglaube lautet: Nofollow-Links bringen gar nichts. Das stimmt so nicht. Auch wenn kein direkter PageRank übertragen wird, haben Nofollow-Links mehrere indirekte Vorteile, die für lokale Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet relevant sind.
- Sichtbarkeit und Traffic: Ein Nofollow-Link auf einem stark frequentierten Wiesbadener Nachrichtenportal oder dem Veranstaltungskalender der Stadt bringt echte Besucher – unabhängig vom SEO-Wert.
- Natürliches Linkprofil: Google erwartet eine gesunde Mischung aus Dofollow- und Nofollow-Links. Ein Profil, das ausschließlich aus Dofollow-Links besteht, wirkt unnatürlich und kann als Manipulationsversuch gewertet werden.
- Markenbekanntheit: Erwähnungen in Branchenverzeichnissen, auf Bewertungsplattformen wie Google Business oder in Pressemitteilungen sind häufig mit Nofollow versehen – steigern aber die Markenpräsenz erheblich.
- Indexierung: Google kann über Nofollow-Links neue Seiten entdecken und indexieren, auch wenn kein PageRank fließt.
Für ein Wiesbadener Unternehmen – etwa ein Dienstleister in Erbenheim oder ein Einzelhändler in der Innenstadt – ist es daher sinnvoll, auch in Nofollow-Quellen präsent zu sein, solange der Kontext thematisch passt.
Dofollow-Links gezielt aufbauen: Strategien für lokale Unternehmen
Der Aufbau hochwertiger Dofollow-Links ist die Königsdisziplin im Off-Page-SEO. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Links zu sammeln, sondern um Relevanz, Autorität und thematische Passung. Ein Dofollow-Link von einer lokalen Wirtschaftszeitung aus dem Rhein-Main-Gebiet ist deutlich wertvoller als hundert Links von thematisch fremden Verzeichnissen.
- Lokale Kooperationen: Gemeinsame Beiträge mit Partnern aus Mainz, Rüsselsheim oder dem Rheingau-Taunus-Kreis können gegenseitige Dofollow-Links generieren – sofern sie redaktionell sinnvoll eingebettet sind.
- Gastbeiträge: Fachbeiträge auf Branchenblogs oder regionalen Online-Magazinen sind ein bewährter Weg, um thematisch relevante Dofollow-Links zu erhalten.
- Pressemitteilungen mit Mehrwert: Echte Neuigkeiten – eine Eröffnung, ein Projekt, eine Auszeichnung – werden von lokalen Medien aufgegriffen und häufig mit Dofollow-Links versehen.
- Einträge in relevante Branchenverzeichnisse: Nicht jedes Verzeichnis ist gleich. Thematisch passende Verzeichnisse mit eigener Domain-Autorität liefern wertvolle Dofollow-Links.
- Broken-Link-Building: Defekte Links auf thematisch verwandten Websites identifizieren und als Ersatz anbieten – eine aufwendige, aber effektive Methode.
Wichtig: Gekaufte Dofollow-Links verstoßen gegen die Google-Richtlinien und müssen mit rel="sponsored" gekennzeichnet werden. Wer das ignoriert, riskiert manuelle Abstrafungen – ein Risiko, das kein Wiesbadener Unternehmen eingehen sollte.
Typische Fehler beim Umgang mit Dofollow und Nofollow
In der Praxis begegnet HEEY immer wieder denselben Fehlern – sowohl bei kleinen Handwerksbetrieben aus Wiesbaden-Nordenstadt als auch bei mittelständischen Unternehmen aus dem Frankfurter Umland. Diese Fehler kosten nicht nur SEO-Potenzial, sondern können im schlimmsten Fall zu Abstrafungen führen.
Erstens: Alle ausgehenden Links als Dofollow belassen. Wer auf seiner Website Links zu Werbepartnern oder gesponserten Inhalten setzt, ohne das rel="sponsored"-Attribut zu verwenden, gibt PageRank ungewollt weiter und verstößt gegen Google-Richtlinien. Zweitens: Nofollow-Attribute auf interne Links setzen. Das war früher als „PageRank-Sculpting“ bekannt und ist heute kontraproduktiv – interne Links sollten grundsätzlich ohne Nofollow bleiben, damit Link Equity innerhalb der eigenen Website frei fließen kann. Drittens: Blindes Vertrauen in Linkbuilding-Agenturen, die massenhaft minderwertige Dofollow-Links aus thematisch irrelevanten Quellen liefern. Quantität ersetzt keine Qualität – das gilt im SEO genauso wie in anderen Bereichen.
Linkprofil-Analyse: So prüfen Sie Ihre eigenen Backlinks
Bevor Sie aktiv neue Links aufbauen, sollten Sie wissen, was bereits vorhanden ist. Eine Backlink-Analyse gibt Aufschluss darüber, wie viele Ihrer bestehenden Links Dofollow oder Nofollow sind, woher sie stammen und ob toxische Links Ihr Profil belasten. Tools wie Ahrefs, SEMrush oder die Google Search Console liefern diese Daten.
Achten Sie dabei auf das Verhältnis von Dofollow zu Nofollow: Ein gesundes Linkprofil enthält beide Typen. Wenn Sie feststellen, dass Sie ausschließlich Nofollow-Links besitzen – etwa weil Ihr Unternehmen bisher nur in Verzeichnissen und auf Bewertungsportalen gelistet ist – sollten Sie gezielt in den Aufbau hochwertiger Dofollow-Quellen investieren. Umgekehrt gilt: Wer zu viele spammige Dofollow-Links aus dubiosen Quellen angehäuft hat, kann diese über das Google Disavow-Tool entwerten lassen – ein Schritt, der jedoch gut überlegt sein will und im Zweifel von Experten begleitet werden sollte.
Dofollow und Nofollow im lokalen SEO-Kontext
Für Unternehmen, die lokal im Rhein-Main-Gebiet gefunden werden möchten – ob in Wiesbaden, Mainz, Darmstadt oder Rüsselsheim – spielt die Herkunft der Links eine besondere Rolle. Lokale Relevanz ist ein wichtiger Rankingfaktor: Ein Dofollow-Link von einer Wiesbadener Tageszeitung oder dem Portal der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden signalisiert Google, dass Ihr Unternehmen tatsächlich in der Region verwurzelt ist.
Nofollow-Links aus lokalen Quellen – etwa Einträge auf dem Wiesbadener Stadtportal, Kommentare in regionalen Foren oder Erwähnungen in Veranstaltungskalendern – ergänzen dieses Bild. Sie allein reichen nicht aus, um Rankings zu verbessern, aber sie stärken das lokale Vertrauenssignal und erhöhen die Chance, dass Nutzer Ihre Website direkt aufrufen. HEEY empfiehlt daher eine kombinierte Strategie: gezielter Aufbau von Dofollow-Links aus hochwertigen regionalen Quellen, ergänzt durch eine breite Präsenz in lokalen Nofollow-Quellen.
Ausgehende Links auf Ihrer eigenen Website richtig kennzeichnen
Viele Website-Betreiber denken bei Dofollow und Nofollow ausschließlich an eingehende Links – dabei ist auch die Kennzeichnung ausgehender Links auf der eigenen Website relevant. Wer auf externe Quellen verweist, gibt einen Teil seiner eigenen Link Equity weiter. Das ist in vielen Fällen erwünscht und natürlich – zum Beispiel bei redaktionellen Quellenangaben oder Empfehlungen.
Bei kommerziellen Kooperationen, Affiliate-Links oder gesponserten Beiträgen ist die Kennzeichnung mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" jedoch Pflicht. Das schützt nicht nur vor Google-Abstrafungen, sondern entspricht auch den Anforderungen des deutschen Wettbewerbsrechts zur Kennzeichnungspflicht von Werbung. Wer als Wiesbadener Unternehmen einen Blog betreibt und dort Partnerprodukte oder Dienstleistungen empfiehlt, sollte diese Links konsequent und korrekt kennzeichnen – sowohl aus SEO-Gründen als auch aus rechtlicher Sorgfalt.
Häufige Fragen
Ist ein Dofollow-Link immer besser als ein Nofollow-Link?
Nicht zwingend. Ein Dofollow-Link von einer thematisch irrelevanten oder qualitativ minderwertigen Website bringt weniger als ein Nofollow-Link von einem renommierten regionalen Portal. Entscheidend sind Relevanz, Autorität der verlinkenden Seite und der thematische Kontext. Ein natürliches Linkprofil enthält immer beide Typen.
Wie erkenne ich, ob ein Link Dofollow oder Nofollow ist?
Am einfachsten per Rechtsklick auf den Link und „Seitenquelltext anzeigen“ – suchen Sie dann nach dem rel-Attribut im entsprechenden Anchor-Tag. Alternativ helfen Browser-Erweiterungen wie „MozBar“ oder „Ahrefs SEO Toolbar“, die den Link-Typ direkt auf der Seite anzeigen. In der Google Search Console sehen Sie außerdem, wie Google Ihre eingehenden Links bewertet.
Darf ich Links kaufen, wenn ich sie als Sponsored kennzeichne?
Ja, mit dem Attribut rel="sponsored" sind gekaufte Links nach den Google-Richtlinien erlaubt und korrekt deklariert. Ohne diese Kennzeichnung riskieren Sie eine manuelle Abstrafung. Beachten Sie jedoch, dass auch korrekt gekennzeichnete Sponsored-Links keinen direkten PageRank übertragen und daher für den Linkaufbau im klassischen Sinne weniger geeignet sind.
Sollte ich Nofollow-Attribute auf interne Links setzen, um PageRank zu steuern?
Nein. Diese Praxis – früher als PageRank-Sculpting bekannt – ist heute nicht mehr empfehlenswert. Google hat seinen Algorithmus angepasst und ignoriert Nofollow auf internen Links weitgehend oder wertet sie negativ. Interne Links sollten grundsätzlich ohne Nofollow bleiben, damit Link Equity innerhalb Ihrer Website frei fließen kann.
Wie viele Dofollow-Links brauche ich, um in Wiesbaden besser zu ranken?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht – das hängt von Ihrer Branche, dem Wettbewerb und der Qualität der Links ab. Entscheidend ist, dass Ihre Links aus relevanten, thematisch passenden Quellen stammen und ein natürliches Wachstum zeigen. Plötzlich hunderte neue Links in kurzer Zeit können als Manipulation gewertet werden, auch wenn sie technisch Dofollow sind.
Was passiert, wenn ich toxische Dofollow-Links habe?
Toxische Links – etwa aus Linkfarmen oder thematisch völlig fremden Spam-Seiten – können Ihr Ranking belasten. Sie können betroffene Domains über das Google Disavow-Tool entwerten. Bevor Sie das tun, sollten Sie versuchen, die Links direkt beim Betreiber entfernen zu lassen. Das Disavow-Tool ist ein letztes Mittel und sollte mit Bedacht eingesetzt werden, idealerweise mit fachkundiger Unterstützung.
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