SEO Glossar

Page Authority

Definition

Page Authority (PA) ist eine von Moz entwickelte logarithmische Kennzahl auf einer Skala von 1 bis 100, die die Wahrscheinlichkeit vorhersagt, mit der eine einzelne URL in den organischen Suchergebnissen rankt. Sie basiert primär auf der Linkstruktur der Seite und dient als Vergleichsmetrik – nicht als offizieller Google-Rankingfaktor.

Wer den Erfolg einzelner URLs vergleichen oder den Effekt von Linkbuilding-Maßnahmen messen möchte, stößt schnell auf den Begriff Page Authority. Die von Moz geprägte Kennzahl hat sich als praktisches Werkzeug im SEO-Alltag etabliert – auch wenn Google selbst keinen solchen Score veröffentlicht.

HEEY erklärt, was hinter der Metrik steckt, wie sie sich von verwandten Konzepten abgrenzt und welche konkreten Maßnahmen die Page Authority einer URL nachhaltig steigern.

Funktionsweise: Wie Page Authority berechnet wird

Moz berechnet die Page Authority mithilfe eines maschinellen Lernmodells, das Dutzende Linkdaten-Signale aus dem Moz Link Explorer auswertet. Im Mittelpunkt stehen Anzahl und Qualität der eingehenden Backlinks auf eine spezifische URL, die Linkpopularität der verlinkenden Domains sowie die interne Verlinkungsstruktur. Das Ergebnis ist eine logarithmische Skala von 1 bis 100: Eine Steigerung von 20 auf 30 erfordert deutlich weniger Aufwand als eine Steigerung von 70 auf 80.

Wichtig zu verstehen: Die PA ist eine relative Metrik. Sie sagt nicht aus, wie gut eine Seite absolut rankt, sondern ermöglicht den Vergleich verschiedener URLs untereinander. Moz aktualisiert das Modell regelmäßig, weshalb PA-Werte auch ohne eigene Maßnahmen schwanken können – etwa wenn der Algorithmus neu kalibriert wird oder der Linkindex sich verändert.

Page Authority vs. Domain Authority und Pagerank: Abgrenzung

Page Authority und Domain Authority (DA) werden häufig verwechselt, messen jedoch unterschiedliche Dinge. Während die DA die Gesamtstärke einer Domain bewertet, bezieht sich die PA ausschließlich auf eine einzelne URL. Eine Domain mit hoher DA kann einzelne Seiten mit niedriger PA haben – etwa weil diese kaum interne oder externe Links erhalten.

Googles eigener PageRank ist konzeptionell verwandt, aber nicht identisch. Google berechnet PageRank intern und veröffentlicht keinen öffentlichen Score mehr. PA und DA sind Drittanbieter-Metriken und kein direkter Einblick in Googles Ranking-Algorithmus. Ähnliche Metriken wie URL Rating (UR) von Ahrefs oder Trust Flow von Majestic verfolgen vergleichbare Ziele mit unterschiedlichen Datenbases und Gewichtungen. Wer mehrere Tools parallel einsetzt, erhält ein belastbareres Bild.

Bedeutung für SEO: Wofür Page Authority wirklich nützlich ist

Page Authority ist kein Rankingfaktor, den Google verwendet – das betont Moz selbst. Dennoch hat die Metrik im SEO-Alltag klaren Nutzen: Sie hilft dabei, den relativen Linkwert einzelner Seiten zu beurteilen, Linkbuilding-Prioritäten zu setzen und den Fortschritt von Off-Page-Maßnahmen zu tracken. Wer regelmäßig die PA wichtiger Landing Pages beobachtet, erkennt frühzeitig, ob neu aufgebaute Backlinks tatsächlich Wirkung zeigen.

Besonders wertvoll ist die PA bei der Wettbewerbsanalyse: Liegt die PA einer Konkurrenz-URL deutlich höher als die eigene, liefert das einen konkreten Hinweis darauf, wie viel Linkarbeit nötig ist, um auf diesem Niveau zu konkurrieren. Auch bei der Bewertung potenzieller Linkpartner – etwa im Rahmen von Digital PR oder Gastartikel-Placements – dient die PA als schnelles Qualitätssignal.

Page Authority im Local SEO: Relevanz für Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet

Für lokale Unternehmen in Wiesbaden, Frankfurt, Mainz oder Darmstadt ist Page Authority besonders auf den entscheidenden Conversion-Seiten relevant: der Startseite, den Leistungsseiten und den regionalen Landingpages. Erhält eine lokale Leistungsseite – etwa „Steuerberater Frankfurt Sachsenhausen“ – hochwertige Backlinks von regionalen Portalen, Branchenverzeichnissen oder lokalen Medienseiten, steigt ihre PA und damit ihre Chancen, in den organischen Ergebnissen oberhalb der Wettbewerber zu erscheinen.

Im Kontext des Local Pack (Google Maps-Ergebnisse) spielt die PA eine indirekte Rolle: Starke Seiten mit hoher PA senden Vertrauenssignale an Google, die das gesamte Domainprofil stärken. Lokale Unternehmen profitieren daher von einem gezielten Aufbau regionaler Links – durch Einträge in lokale Branchenverzeichnisse, Kooperationen mit Wiesbadener Institutionen oder Erwähnungen in Rhein-Main-Medien.

Maßnahmen zur Steigerung der Page Authority

  • Qualitativ hochwertige Backlinks aufbauen: Ein einzelner Link von einer thematisch relevanten, autoritären Domain hat mehr Gewicht als Dutzende Links von schwachen Seiten. Digital PR, Gastartikel und Linkbait-Content sind bewährte Methoden.
  • Interne Verlinkung optimieren: Wichtige URLs sollten aus dem gesamten Seitenbestand verlinkt werden. Linkjuice fließt über interne Links – wer strategisch verlinkt, hebt die PA priorisierter Seiten an.
  • Broken Links bereinigen: Defekte eingehende Links verschwenden Linkpotenzial. Regelmäßige Audits decken verlorene Verlinkungen auf, die per Redirect oder Outreach zurückgewonnen werden können.
  • Linkprofil diversifizieren: Natürliche Linkprofile enthalten verschiedene Linktypen, Anchor-Texte und Quellen. Einseitige Profile werden von Google skeptisch bewertet.
  • Toxische Links disavowen: Spammy oder manipulative Backlinks schaden dem Gesamtprofil. Über die Google Search Console und das Disavow-Tool lassen sich schädliche Links entwerten.
  • Content mit Verlinkungspotenzial erstellen: Studien, Leitfäden, Infografiken und Datenanalysen ziehen organisch Backlinks an und steigern die PA der jeweiligen URL nachhaltig.

HEEY empfiehlt, PA nicht isoliert zu betrachten, sondern stets im Zusammenhang mit organischem Traffic, Rankings und Conversion-Daten. Eine hohe PA ohne entsprechende Sichtbarkeit deutet auf Content- oder technische Probleme hin, die separat adressiert werden müssen.

Typische Fehler im Umgang mit Page Authority

  • PA als absoluten Rankingindikator behandeln: Eine URL mit PA 45 rankt nicht zwingend besser als eine mit PA 30 – Relevanz, Content-Qualität und technische Faktoren spielen ebenso eine Rolle.
  • Kurzfristige PA-Schwankungen überinterpretieren: Moz-Updates und Indexänderungen können PA-Werte ohne eigenes Zutun verschieben. Trends über mehrere Monate sind aussagekräftiger als Einzelwerte.
  • Nur die Startseite optimieren: Viele Unternehmen konzentrieren Linkbuilding auf die Homepage. Dabei haben thematisch relevante Landingpages oft das höhere Conversion-Potenzial und profitieren stärker von gezieltem Linkaufbau.
  • PA mit Domain Authority gleichsetzen: Beide Metriken ergänzen sich, messen aber unterschiedliche Ebenen. Eine Seite auf einer starken Domain kann trotzdem eine niedrige PA haben, wenn sie kaum verlinkt wird.

Wer diese Fehler vermeidet und Page Authority als das nutzt, was sie ist – ein praktisches Vergleichs- und Tracking-Werkzeug –, trifft fundierte Entscheidungen im Off-Page-SEO und kann Ressourcen gezielt einsetzen.

Page Authority im SEO-Reporting: Sinnvoll einsetzen

Im professionellen SEO-Reporting empfiehlt HEEY, Page Authority als ergänzende KPI neben organischem Traffic, Keyword-Rankings und Conversion-Rate zu führen. Sinnvoll ist die Beobachtung der PA für eine definierte Menge strategisch wichtiger URLs – etwa die Top-10-Landingpages – über einen rollierenden Zeitraum von drei bis sechs Monaten. So werden Trends sichtbar, die kurzfristige Schwankungen herausfiltern.

Für Pitches, Kunden-Reportings und interne Entscheidungen bietet die PA eine verständliche, kommunizierbare Zahl, die den Effekt von Linkbuilding-Investitionen greifbar macht. Kombiniert mit Wettbewerber-PA-Daten entsteht eine belastbare Grundlage für die Priorisierung von Off-Page-Maßnahmen – ob für einen Mittelständler in Wiesbaden oder ein überregional agierendes Unternehmen.

Passend dazu: Backlink-Strategie von HEEY
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Häufige Fragen

Was ist ein guter Page-Authority-Wert?

Ein „guter“ PA-Wert ist immer relativ zum Wettbewerbsumfeld. Neue Seiten starten typischerweise bei PA 1–10. Für viele lokale Landingpages ist ein Wert zwischen 20 und 40 bereits wettbewerbsfähig, während stark umkämpfte Keywords PA-Werte von 50 und mehr erfordern können. Entscheidend ist der Vergleich mit den tatsächlich rankenden Konkurrenz-URLs.

Wie kann ich die Page Authority einer URL erhöhen?

Die wirksamste Maßnahme ist der Aufbau qualitativ hochwertiger, thematisch relevanter Backlinks direkt auf die Ziel-URL. Ergänzend hilft eine starke interne Verlinkung, die Linkjuice von starken Seiten der Domain auf die Ziel-URL leitet. Defekte Links sollten regelmäßig bereinigt und schädliche Backlinks per Disavow entwertet werden.

Warum ist meine Page Authority gesunken, obwohl ich nichts geändert habe?

PA-Schwankungen entstehen häufig durch Moz-Algorithmus-Updates, Änderungen im Moz-Linkindex oder weil Verlinkungen von externen Seiten weggefallen sind. Auch wenn Wettbewerber ihren Linkaufbau intensiviert haben, kann die relative PA sinken. Ein Rückgang ist also nicht zwingend ein Zeichen eigener Fehler, sollte aber als Anlass für eine Linkprofil-Analyse dienen.

Ist Page Authority dasselbe wie Googles PageRank?

Nein. PageRank ist Googles interne Metrik zur Bewertung von Seiten anhand ihrer Linkstruktur – Google veröffentlicht diesen Wert seit 2016 nicht mehr öffentlich. Page Authority ist eine externe Drittanbieter-Metrik von Moz, die konzeptionell ähnlich funktioniert, aber auf Moz-eigenen Daten basiert und nicht mit Googles internen Berechnungen identisch ist.

Wie unterscheidet sich Page Authority von Domain Authority?

Domain Authority bewertet die gesamte Domain oder Subdomain, Page Authority hingegen nur eine einzelne URL. Eine Domain mit hoher DA kann Seiten mit niedriger PA haben, wenn diese kaum intern oder extern verlinkt werden. Für die Optimierung einzelner Landingpages ist die PA die relevantere Kennzahl, während die DA das Gesamtpotenzial der Domain widerspiegelt.

Wann sollte ich Page Authority im SEO-Prozess einsetzen?

Page Authority eignet sich besonders bei der Wettbewerbsanalyse vor dem Linkaufbau, bei der Bewertung potenzieller Linkpartner sowie im laufenden Monitoring von Linkbuilding-Kampagnen. Auch bei der internen Priorisierung – welche Seiten zuerst mit Links gestärkt werden sollen – liefert die PA einen schnellen Orientierungswert.

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